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Interessantes für Bildungsinteressierte

Pflegeroboter

3. November 2017

Ist das unsere Zukunft?

Passt sich die Maschine dem Menschen an? Oder läuft das eher umgekehrt?

Auf der IFA, der Internationalen Funk Ausstellung in Berlin, werden jedes Jahr technische Neuigkeiten vorgestellt. Dort sehen die Besucherinnen und Besucher Dinge, die sie nicht für möglich halten: Pflegeroboter und Erziehungsroboter beispielsweise. Die werden sich nie durchsetzen!

An den Pflegeroboter haben sich einige Bewohnerinnen und Bewohner eines Altersheims schon gewöhnt. In einem Interview mit einer Frau stellte diese so in etwa fest: „Ich finde den Franzi super. Er ist immer freundlich und hat nie schlechte Laune.“

Außerdem sind Maschinen ökonomisch günstiger als Menschen. Wir werden immer älter – und damit auch kränker. Japan, das uns in beiden Bereichen überlegen ist, aber keine Zuwanderung von Hilfskräften aus anderen Ländern hat, setzt daher auf digitale Krankenpflege, sprich: Roboter.

Die Maschine als besserer Mensch

Auch Jugendliche freuen sich, wenn Lern-Roboter, derzeit noch recht simple Programme, nicht schimpfen und niemals schlecht gelaunt sind, sondern sie bei Erreichen eines Zieles loben. Und zwar sofort, nicht erst eine Woche später.

Didaktisch wunderbar.

Möglicherweise machen Erziehungsroboter keine Fehler, also genau das, was wir modernen Pädagoginnen, Pädagogen und Eltern immer von uns selbst verlangten. Man betrachte bloß die Liste der Ratgeber, die uns zu fehlerfreien Müttern und Vätern machen. Ein Roboter hat diese Inhalte auf einem Chip gespeichert und reagiert 24 Stunden am Tag perfekt in jeder Situation.

Aber fehlt da nicht etwas?
Ach ja, der Mensch! Brauchen wir den in Zukunft noch?
Oder reicht es, wenn Menschen zukünftig von Robotern gepflegt und erzogen werden?

Bleibt noch die Frage: Wie vermehren sich Roboter? Und empfinden sie dabei Freude?

Aber das kriegen unsere Techniker und Technikerinnen sicher auch noch hin, mit ihrer KI – ihrer Künstlichen Intelligenz.

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