magazin24.info

Interessantes für Bildungsinteressierte

Heiteres Beruferaten

9. Juni 2015

Manche erinnern sich vielleicht noch an die TV-Sendung „Was bin ich?“, in dem seltene, mitunter seltsame Berufe erfragt bzw. erraten werden sollten.

„Nageldesignerin“ etwa galt damals (die zweite Staffel lief bis 1989) als ein so unbekannter Beruf, dass die Frau ein volles Schweinderl, den Lohn für jedes „Nein“ der Fragenden, mitnehmen konnte.

Wer heute die Stellenangebote durchliest, wundert sich:
Vom „Chief Financial Officer (CFO)“ über „Senior Legal Counsil“, vom „Country Operations Manager“ zur „Vice President Group Controlling“ oder der schlichten „CEO (Chief Executive Officer“) werden jede Menge Stellen angeboten.

Bloß: An wen richtet sich das Angebot?
Was arbeiten diese Menschen?
Wer kann sich dafür bewerben?

Beruf konkret?

In einer kleinen österreichischen Stadt sucht ein Unternehmen „einen Office und Human Resources Generalist (m/w) mit folgenden Aufgaben: Implementierung und Durchführung des gesamten Recruitingprozesses“ etc.

Anforderungen sind etwa:
„Erfolgreich abgeschlossene wirtschaftliche Ausbildung (HAK, HBLA, betriebswirtschaftliches Studium)

  • 2 Jahre Erfahrung im Office und HR-Bereich
  • Gute Buchhaltungs- und Personalverrechnungskenntnisse
  • Fundiertes Wissen im Österreichischen und Europäischen Arbeitsrecht
  • Hohe soziale Kompetenz und Einfühlungsvermögen“

 

Ein paar andere Kleinigkeiten werden noch angeführt:.

Das Gehalt beträgt € 33.000,00 im Jahr. Nicht klar ist, ob das inklusive der Sonderzahlungen gemeint ist. Jedenfalls brutto.

Das ergibt im Monat ungefähr € 2.360,00.

Eine schöne Gelegenheit, die Kenntnisse im Bereich „Personalverrechnung“ anzuwenden:

  • Wie viel ist das netto?
  • Was bedeuten die einzelnen Begriffe konkret?

Das Rätsel Stellenangebote

Nicht nur die Bezeichnungen für Fachhochschulstudien werden immer zahlreicher, auch die Berufsbezeichnungen. Wobei es eine interessante Frage ist, wer die Henne und wer das Ei ist.

Abgesehen davon: Wer den Suchbegriff „stellenangebote interpretieren“ im Internet eingibt, erhält (am 14. Mai 2015) bei Google ungefähr 160.000 Ergebnisse. Bei ixquick sind es 36.180, bei BING gar 163.000.

Wer kennt sich da noch aus?

Lehrer-Online hat zu dem Problem Unterrichtseinheiten erstellt, die in vier Module unterteilt sind:

  • Stellenanzeigen verstehen
  • Wer passt zu welcher Anzeige?
  • Mein Kurzprofil
  • Traum-Stellenanzeige

Ein spannendes Thema, sowohl für die Berufsbildung, als auch für die gesellschaftliche Entwicklung.

 

Interessant für
Wirtschaft; Sprache und Kommunikation;

<el>

Tags: 08 Vermischtes