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Interview mit Mag. Christine Schneider-Sagmeister, Landesschulinspektorin in Vorarlberg

9. März 2011

Sehr geehrte Frau Inspektorin Mag. Schneider-Sagmeister,
wir freuen uns darauf, einiges über Ihren Bereich in Vorarlberg sowie über Ihre Ziele erfahren zu dürfen!

  1. Wie sieht Ihr beruflicher Werdegang aus?
    Mein Beruf hat sich durch verschiedene Ausbildungen an humanberuflichen Schulen entwickelt. Ich war an einer Fachschule für wirtschaftliche Berufe, maturierte an einer HLW, studierte Lehramt und diplomierte an einer Lehranstalt für Ehe- und Familienberatung. Nach meiner 25jährigen Lehrtätigkeit an einer HLW und 12jähriger Lehrtätigkeit an der Universität Innsbruck für Lehramtskandidat/innen bewarb ich mich als Landesschulinspektorin für den humanberuflichen Bereich.
  2. Bitte beschreiben Sie den HUM-Bereich, für den Sie als Inspektorin verantwortlich sind: wie viele Schulen, welche Schultypen gehören dazu und wie viele SchülerInnen und LehrerInnen sind an Ihren Schulen?
    Zum HUM-Bereich Vorarlberg gehören 12 Schulen, davon 4 HLW, 2 HLT, eine BAKIP!, 1 FW, 2 SOB, eine Berufsvorschule und eine LA für Ehe- und Familienberatung. 3010 Schüler/innen besuchen diese Schulen. 433 Lehrer/innen unterrichten an unseren HUM-Schulen.
  3. Was sind Ihre pädagogischen Ziele? Welche Visionen und Perspektiven sind Ihnen wichtig?
    Meine pädagogischen Ziele sind der Einsatz von Lehrpersonen, die gerne mit Jugendlichen arbeiten und fachlich und menschlich stark sind. Ich habe die Vision, dass eines Tages auch in Österreich nur die best geeigneten Pädagog/innen im Kindergarten- und Schulbereich eingesetzt werden.
  4. Wie fördern Sie das eigenständige und selbstverantwortliche Arbeiten der Schülerinnen und Schüler?
    Q-HUM bewirkt hier Positives. Mehrere Schulen setzen sich als Qualitätsziel die Stärkung der Eigenständigkeit und Selbstverantwortung der Schüler/innen durch neue Unterrichtsmethoden. Ich lege viel Wert auf Schulbesuche, schaue mir diesbezüglich manche Unterrichtseinheiten an und pflege Gespräche mit den Leiter/innen, SQPM, Lehrpersonen und Schüler/innen.
  5. Eine gute Fee erscheint und bietet Ihnen an, drei Dinge im österreichischen Schulsystem von heute auf morgen zu ändern: Wir sind neugierig – welche wären das denn?
    • Berufene Lehrpersonen
    • Fachlich und pädagogisch kompetente Lehrpersonen
    • Interessierte Schüler/innen

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Wordrap: Was fällt Ihnen zu den folgenden Begriffen ein?

 

  1. Neue Mittelschule
    Übergangslösung, bestens gefördert, Teamteaching
  2. Frontalunterricht
    Sehr dosiert einsetzbar, vorgestern, manchmal interessant
  3. Pädagogische Hochschule
    Bachelor, Fortbildungsangebot, PH-online
  4. Österreichische PISA-Ergebnisse
    Kaum zu glauben, demotivierend, Neuorientierung
  5. Neue Reifeprüfung
    In Entwicklung, Team bildend, Arbeitsgruppen
  6. Finnland
    Ansehen der Lehrpersonen, geglückte Integration, schönes Niveau
  7. Bildungsvolksbegehren
    Neugierig, sinnvoll?, zielführend?
  8. E-Learning / Blended Learning
    Mit Maß und Ziel, für manche überfordernd, innovativ

 

Kontaktadresse:

Landesschulrat für Vorarlberg
Mag. Christine Schneider-Sagmeister
Telefon: 05574 4960 390
Mail: Christine.Schneider(a)lsr-vbg.gv.at

(rw)

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